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LiveBericht Rocknacht Tennwil 2018 von Metalinside.ch

Internationaler Rock-Treff im beschaulichen Tennwil

Ende September fand die 11. Rocknacht Tennwil am Hallwilersee statt. Nachdem das Zelt bei der letztjährigen Jubiläumsausgabe während drei Nächten gerockt wurde, gab es dieses Jahr, wie gehabt, nur zwei Konzertabende. Diese hatten es aber in sich! So konnten die Veranstalter neben den beiden Headlinern The Poodles und CoreLeoni viele Überraschungen präsentieren.

Freitag, 21. September

Erster Tag des kleinen Festivals: Umrandet von zwei Akustik-Sets (Degreed und Swissmayd) spielen heute Gods Of Silence, Crystal Ball und The Poodles. Der Auftritt von Souldrinker musste leider aufgrund einer Krankheit von Frontfrau Iris kurzfristig abgesagt werden. Leider konnten die Veranstalter auf die Schnelle keinen Ersatz mehr organisieren, dafür gibt es leicht längere Spielzeiten für die restlichen Bands.

Degreed

Der heutige Opener wartet mit einem Akustik-Set auf. Ich für meinen Teil bin noch weit hinten im Zelt, zeitweise auch kurz draussen, und unterhalte mich mit Bekannten. Degreed geben drinnen auf der Zeltbühne aber bereits mächtig Gas – soweit dies innerhalb einer Akustik-Show als Opener möglich ist. Viele Leute hat es nicht vor der Bühne, insofern haben Degreed heute also einen eher undankbaren Job erwischt. Ich bin mir aber sicher, dass sich dies im Verlauf des Abends noch ändern wird.

Gods Of Silence

Die Götter der Stille sind der zweite Act dieses Freitagabends. Mit ihrem Power Metal möchten die Schweizer das Zelt so richtig aufheizen. Leider spielen die sound-technischen Umstände überhaupt nicht in die Hände der früher KIRK genannten Band. Zu Beginn überschlägt sich der Sound, die Situation im Zelt ist für die Tontechniker wahrscheinlich alles andere als einfach. Ob man dies beim Soundcheck am Nachmittag noch nicht bemerkt hat? Mit der Zeit wird der Sound ein wenig besser, tatsächlich dauert es aber mehr als die Hälfte des Sets, bis man da von «gut» sprechen könnte. Gilberto Meléndez, welcher schon letztes Jahr zusammen mit Maxxwell auf dieser Bühne stand, und seiner Band scheint das Ganze aber wenig auszumachen. Professionell spielen sie ihre Songs und können bereits als erstes Highlight des Wochenendes verbucht werden – davon werden aber noch einige folgen.

Crystal Ball

Highlight? Für mich sind Crystal Ball die Headliner des Abends – was vor allem daher rührt, dass ich The Poodles nicht extrem mag und die restlichen Bands vorher nicht kannte. Wir begeben uns also in die erste Reihe und warten auf den Auftritt der Luzerner Power Metaller. Die Band um Gitarrist Scott Leach und Drummer Marcel Sardella lässt nicht lange auf sich warten und tut, was sie tun muss: Die Musiker rocken, was das Zeug hält. Mit einer bemerkenswerten Bühnenpräsenz schafft es die Band, in den vorderen Reihen eine wahre Welle der Euphorie auszulösen. Sänger Steven bewegt sich in seinem schwarz-weissen Outfit (er trägt sogar einen schwarzen und einen weissen Schuh!) über die ganze Bühne, und natürlich halten da auch die Saitenmusiker mit. Inzwischen ist auch der Sound glasklar. Hut ab, liebe Tontechniker! Schon nach viel zu kurzer Zeit ist dieser Gig zu Ende und Crystal Ball machen Platz für den tatsächlichen Headliner.

The Poodles

Die Glam-Metaller aus Schweden betreten die Bühne und bringen einen leichten Stilwechsel mit sich. Von astreinem Power Metal kippt die Musik in Richtung Glam Metal. Ich überlege mir, dass der heutige Abend eigentlich gar nicht so viel mit «Rock» zu tun hat, aber bei «Rock Am Ring» wird ja auch mehr anderes als Rock gespielt. Die Band, die unter anderem vom jetzigen HammerFall-Gitarrist Pontus Norgren gebildet wurde, schafft es aber – nach meinem subjektiven Empfinden – bei weitem nicht, die gleiche Begeisterung wie Crystal Ball ins Zelt zu bringen. Schade, aber insofern keine Enttäuschung, da ebendiese extrem stark vorgelegt haben. Trotzdem übermannt uns bald einmal die Müdigkeit und wir begeben uns auf den Marsch

 

 

Domi the Stick / Nicky 23.10.2018

 

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